
Persönlichkeitstrainer, Brain-Tattoo-Artist,
Master der kognitiven Neurowissenschaften,
Vortragsredner, Suchtcoach & Schriftsteller
Rainer Biesinger
Der Heavy Metal Coach
Mein Weg führte durch Sucht, Selbstzerstörung, Depression und den Verlust der eigenen Orientierung. Durch Zeiten, in denen Freiheit für mich bedeutete, gegen alles zu sein – während ich längst nicht mehr frei war.
1997 traf ich eine Entscheidung, die bis heute gilt: clean, trocken und selbstermächtigt zu leben. Nicht als Heldengeschichte. Nicht als Beweis für irgendetwas. Sondern als tägliche Konsequenz einer Erkenntnis: Mein Leben kann mir niemand abnehmen.
Vom Überleben zum Verstehen
Irgendwann genügte es mir nicht mehr, nur überlebt zu haben. Ich wollte verstehen. Warum tun Menschen Dinge, von denen sie wissen, dass sie ihnen schaden? Warum verraten wir unsere eigenen Werte? Warum halten wir an Mustern fest, obwohl wir längst spüren, welchen Preis wir dafür bezahlen? Diese Fragen führten mich schließlich auch in die kognitiven Neurowissenschaften und zu meinem Masterabschluss.
Doch Wissenschaft allein erklärt keinen Menschen. Genauso wenig wie Lebenserfahrung allein schon Kompetenz bedeutet. Mich interessiert die Verbindung von beidem. Das, was wir über Denken, Motivation, Belohnung und Verhalten wissen – und das, was passiert, wenn ein Mensch montagmorgens tatsächlich vor seinem eigenen Leben steht.
2005 entstand Der Heavy Metal Coach®.
Damals war die Verbindung von Heavy Metal, Persönlichkeitsentwicklung und Business alles andere als selbstverständlich. Für mich war sie logisch. Heavy Metal hatte mich durch einen beträchtlichen Teil meines Lebens begleitet. Nicht als Kostüm und nicht als rebellische Dekoration.
Heavy Metal bedeutete für mich immer Unmittelbarkeit. Eigenständigkeit. Widerstand gegen Anpassung. Die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen – und irgendwann auch die Verantwortung, für diesen Weg einzustehen. Daran hat sich nichts geändert. Was sich verändert hat, bin ich. Ich muss heute nicht mehr lauter sein, um klar zu sein.
Heavy Metal ist für mich keine Lautstärke mehr. Heavy Metal ist Haltung.
Seit über zwei Jahrzehnten geht es um Menschen. Ich arbeite mit Menschen, die an Punkte gekommen sind, an denen die üblichen Antworten nicht mehr ausreichen. Menschen in Krisen und extremen Lebenssituationen. Menschen, die nach außen häufig noch funktionieren, während innen längst etwas anderes passiert.
Dabei geht es mir nicht darum, jemanden zu optimieren. Und schon gar nicht darum, Menschen von mir abhängig zu machen. Ich stelle Fragen. Ich konfrontiere. Ich widerspreche. Ich höre zu. Ich halte aus. Und ich begleite Menschen dabei, ihre eigenen Antworten wieder ernst zu nehmen. Persönlich. Diskret. Auf Augenhöhe. Aber niemals folgenlos.
Worte
Neben meiner Arbeit mit Menschen schreibe ich. Nicht, weil die Welt auf das nächste Buch von mir gewartet hätte. Ich schreibe, weil ich schreibend verstehe. Über Sucht. Freiheit. Selbstermächtigung. Verantwortung. Gehirn und Verhalten. Über Abstinenz und Abgründe. Über das Leben nach dem Überleben.
Daraus sind über die Jahre zahlreiche Bücher, Fachpublikationen und Arbeitsmaterialien entstanden – unter anderem bei Springer, Beltz, GABAL und Schwarzkopf & Schwarzkopf.
Und schließlich RÜCKGRAT – Der Mann, den du verraten hast.
Ein Buch, das für mich vieles zusammenführt, was vorher getrennt erschien. Denn hinter Sucht, Erfolg, Krise, Anpassung, Selbstoptimierung und all den Rollen, die wir spielen, wartet irgendwann eine wesentlich unbequemere Frage: Wie weit hast du dich von dem Menschen entfernt, der du eigentlich sein wolltest?
Mit 60 muss ich niemand mehr werden. Vielleicht ist das einer der größten Unterschiede zu früher. Ich brauche keine nächste Version meiner selbst. Keine Inszenierung. Keinen Guru-Status. Und auch keinen Menschen, der mir erklärt, wer ich zu sein habe. Mich interessiert heute etwas anderes:
Kann ein Mensch vor sich selbst bestehen?
Kann er Entscheidungen treffen, die seinen Werten entsprechen? Kann er Nein sagen, wenn ein Ja bequemer wäre? Kann er Verantwortung übernehmen, ohne sich dafür selbst zu zerstören? Und kann er morgens in den Spiegel schauen, ohne dem Menschen darin ständig ausweichen zu müssen? Darum geht es in meiner Arbeit heute. Um Haltung. Um Verantwortung. Um Freiheit.
Und vielleicht am Ende um etwas sehr Einfaches: sich selbst nicht länger zu verraten.
Rainer Biesinger
Der Heavy Metal Coach®
Harder. Faster. Louder.
Nicht gegen die Welt. Für das eigene Leben.




